Spagyrik

Die Spagyrik ist eine Behandlungsform der sog. Alternativen, ganzheitlichen Medizin mit jahrhundertealter Tradition.

Das Therapieziel ist die Selbstheilungskräfte positive zu beeinflussen um diese auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene zu stärken, damit der Energiefluss des Patienten verbessert wird.

Das Prinzip der klassischen Schulmedizin ist es die schädlichen Bakterien, Viren, Pilze und die Symptome mit Antibiotika und anderen Mitteln zu bekämpfen. Im Gegensatz zur Spagyrik bleibt die Ursache der Erkrankung jedoch oft weiter bestehen. Spagyrik stammt aus dem Griechischen und ist aus den Worten „spao“ (herausziehen, trennen) sowie „ageiro“ (vereinigen, zusammenführen) zusammengefügt.

Bei der Herstellung eines Spagyrikums (Einzahl von Spagyrika) werden pflanzliche und mineralische Ausgangssubstanzen von einander getrennt (Vergärung und Destillation). Die verbleibende Restmasse wird getrocknet und anschließend verascht. Die so gewonnenen mineralischen Inhaltsstoffe der Pflanzen werden mit dem Destillat wieder vereint. Diese Gewinnung eines hochenergetischen Spagyrikums hat zum Ziel, das gute, aufbauende, heilende und kraft spendende einer Pflanze, die zu Heilzwecken genommen werden soll, von dem bösen, zerstörenden und krankmachenden Substanzen zu trennen.

Der Herstellungsprozess reicht in seiner Tradition bis ins alte Ägypten zurück. Der berühmteste Arzt, der sich dieser alchemistischen Methode bzw. sich spagyrisch aufbereiteter Heilmittel bediente war Paracelsus. Spagyrische Heilmittel werden meist als Urtinkturen in Form von Einzelmitteln oder als so genannte Komplexmittel eingesetzt.